13. KT: SV Luftfahrt - KSV Aalen 16:24

Gute Vorstellung

Die Gäste vom KSV Aalen waren nach ihrer Hinrundenniederlage gegen unser Bundesligateam zu Recht auf Revanche bedacht. Der aufmüpfige SV Luftfahrt sollte sich gefälligst wieder in die „diktierte“ Hierarchie einordnen.

Unser Team musste aufgrund von einem verletzungsbedingten Ausfall umgebaut werden und konnte so nicht in absoluter Bestbesetzung auflaufen, trotzdem reichte es für 16 Mannschaftspunkte, was aller Ehren wert war.

Einen ganz starken Eröffnungskampf legte Radek Bierzanowski (55kg GR) gegen den ligaerfahrenen Constantin Bulibasa hin. Mit einer konzentrierten Bodenabwehr gewann Radek die erste Runde. Mit einer starken Kopfrolle konnte der Rumäne in Aalener Diensten den zweiten und per Einserwertung die dritten Durchgang für sich entscheiden. Radek blieb immer im Kampf und gab sich nie auf. Er nutzte die Oberlage in der Bodensituation in Runde vier per Rolle zum Rundengewinn. Radek wollte nun den Gesamtsieg. Wieder Oberlage in der letzten angeordneten Bodensituation und wiederholt rollte Radek seinen Gegner, allerdings gelang ihm umgehend der Konter. Radek ärgerte sich über die letzte Runde, trotzdem klasse Kampf von ihm – 2:3 Rundenniederlage (1:0/0:3/0:1/2:0/2:3) – Stand 2:3.

Es gibt einfach natürliche Grenzen, die akzeptiert werden müssen - nicht aber so bei Radek Baran (120kg FR). Er setzte alle „Gesetze“ gegen den ausgewachsenen, 26kg schwereren und körperlich absolut überlegenen Rumänen Rares Chintoan außer Kraft. In Runde Eins noch normale Verhältnisse: Radek konnte der Physis nur kaum etwas dagegen setzen, deutlicher Rundensieg für den Aalener. Aber Radek schwebt! Radek schwebt seit seinem ersten Auftritt im Luftfahrttrikot - es ist nahezu wundersam und unfassbar was ihm alles gelingt. Technisch stark und mit einer großen Portion Schlitzohrigkeit knüpfte er dem Aalener Bollwerk in der zweiten Runde eine Zweierwertung ab. Kurz vorm Gong musste er die dritte Runde wieder abgeben. Radek rührte seinen Gegner in Runde vier und fünf regelrecht fertig. Rundensieg im Clinch und letztendlich noch mal fünf Wertungspunkte im letzten Durchgang. Wundersam, weltklasse, gigantisch – 3:2 Rundensieg (0:4/2:0/0:1/1:0/5:0) – Stand 5:5.

Robert Rogalwicz (60kg FR) verpennte die erste Runde gegen Andreas Herzig und gab diese so unnötig ab. Im weiteren Kampfverlauf stellte Robert dann aber seine Überlegenheit unter Beweis. Mit ständigen Beinangriffen sammelte er fleißig Einserwertungen, die er im Bodenkampf mit einer konsequenten Angriffsfortführung und Zweierwertungen unterstrich. Robert stelle in der vierten Runde die technische Überlegenheit her – 4:1 Überlegenheit (2:4/2:0/6:0/5:0) – Stand 9:6. 

Marcin Olejniczak (96kg GR) fand nicht so recht in den Kampf gegen den ausgebufften Ungarn Ivan Nemeth. Marcin fehlte an diesen Abend die zündende Idee, um dem Kampf seinen Stempel aufzudrücken. Kurz vor Ende der ersten Runde musste er sich doch der Rolle des Ungarn beugen. In Runde Zwei selbst Obermann scheiterte er knapp am Punktgewinn. Eine schwer nachvollziehbare Verwarnungseins gegen Marcin stellte sehr früh den Rundenverlauf zu Gunsten des Aaleners im dritten Durchgang sicher – 0:3 Rundenniederlage (0:2/0:1/0:1) – Stand 9:9.

„Genau diese Konstellation darf nicht passieren.“ Bakar Achmerzaev fällt verletzungsbedingt aus, kein Ersatzmann im Kader, zumal dadurch auf anderen Positionen umgestellt werden musste. Christian Fetzer bekam kampflos die Punkte – 0:4 kampflos – Pausenstand 9:13.

Eine ganz schwere Aufgabe hatte Patryk Dublinowski (84kg FR) gegen Marciej Balawender zu erledigen. Patryk hielt lange und stark dagegen. Er lies gegen den überlegenen Polen nur drei Wertungen zu und war damit mehr als im taktisch vorgegebenen Soll. Für Patryk sind seine Einsätze in der ersten Mannschaft absolut leistungsfördernd, besonders auf der taktischen Ebene ist es das beste Training für ihn – 0:3 Rundenniederlage (0:1/0:1/0:2) – Stand 9:16.

William Stier (66kg FR) musste gegen den gegen den physisch überlegenen Bulgaren Ismail Redzhep antreten. In der ersten Runde gelang es Willi noch recht geschickt den Kampf kurz zu halten, danach trete sein Gegner aber auf. Er unterlief Willi immer wieder mit Beinangriffen. Gut realisieren konnte Willi allerdings aber, dass er dabei fast nur Einserwertungen abgab. In Runde drei gelang Willis Gegner ein doppelter Beinausheber, der mit der Fünferwertung bestätigt wurde – 0:4 Überlegenheit (0:2/0:6/0:6) – Stand 9:20.

Gegen Hans-Jörg Scherr bestätigt Mirco Redmann (84kg GR) seinen Aufwärtstrend. In der ersten Runde punktete Mirco per Rolle. Im zweiten Durchgang hielt er in der Bodenverteidigung Stand. In der dritten Runde musste sich Mirco einem Ausheber des Aaleners beugen. Im vierten Durchgang gelang Mirco wieder erfolgreich die Rolle, womit er verdient als Sieger von der Matte kam – 3:1 Rundensieg (1:0/1:0/0:1/2:1) – Stand 12:21.

Seine Aufgabe erfühlte David Ignatius (74kg GR) gegen den Ungarn Balint Korpasi und gab nicht die Höchstpunktzahl ab. David lies in den gefährlichen Bodenrunden jeweils nur eine Attacke zu und konnte somit die gesetzten Ziele erreichen. David ist ein sehr mannschaftsdienlicher Ringer, auch wenn seine Gewichtsklasse mitunter die Undankbarste ist – 0:3 Rundenniederlage (0:3/0:3/0:4) – Stand 12:24.

Eine leichte Aufgabe hatte Adam Sobieraj (74kg FR) zu bewältigen. Nicht nur das sein Gegner Timur Karaman satte 81,3kg auf die Waage brachte und somit Adam an der Waage schon die Zähler inne hatte. Rein sportlich konnte sein Gegner auch nicht mitreden. Adam verlies als überlegener Sieger die Matte – 4:0 Übergewicht (6:0/1:0/7:0) – Endstand 16:24.

Das Team kann mit der dargebotenen Leistung gegen den Favoriten aus Aalen zufrieden sein. Natürlich wäre durchaus mit einem SV Luftfahrt in absoluter Bestaufstellung noch mehr drin gewesen. Trotzdem hat es ausgereicht, dass der KSV Aalen gerade in der ersten Kampfhälfte ordentlich ins schwimmen kam.

Für das Bundesligateam geht es nun in die „Wochen der Entscheidung“. Es stehen die Kämpfe gegen den direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt an. Nächste Woche geht es zum AC Lichtenfels, danach folgt vor heimischer Kulisse Johannis Nürnberg.