14. KT: SV Luftfahrt II - RC Germania Potasm 19:17 (0:36)

Meistergala

Zum letzten Saisonkampf empfing unser Regionalligateam den Stadtnachbarn RC Germania Potsdam. Unsere Mannschaft hatte ja bekanntlich schon letztes Wochenende die Meisterschaft perfekt gemacht und konnte so befreit in das immer wieder spannende Nachbarschaftsderby gehen. Um den Aufstieg in die 2.Bundesliga doch noch zu realisieren, mussten die Germanen zwingend siegen, um den notwendigen zweiten Tabellenplatz zu sichern.

Niklas Ohff (55kg GR) kann seine erste Ligasaison als gelungen resümieren. Er hat sehr viel gelernt, ist ab und zu mal auf den Hosenboden geplumpst und umso stärker wieder aufgestanden. Der  sympathische Pfiffikus passt in dieses Team und war vom ersten Moment an Hahn im Korbe. Seinen Potsdamer Gegner Tobias Groß ließ Niklas keine Chance. Erst punktete er ihn aus, dann schulterte er ihn – 4:0 Schultersieg (6:0/6:0/4:0) – Stand 4:0.

Zwölf Kämpfe, zwölf Siege – die Bilanz von Pawel Szwenk (120kg FR). Der selbst erst 24jährige ist unverzichtbar für das junge Team. Er ist das Rückrad und Vorbild für die Füchse. Gegen Karsten Siegert reichte jeweils die Minimalwertung zum trotzdem ungefährdeten Sieg – 3:0 Rundensieg (1:0/1:0/1:0) – Stand 7:0.

Saivash Hezaveh (60kg FR) blieb ohne Kampfeinsatz, ebenso der Potsdamer Mikhail Tsezkladse (96kg GR) – jeweils 4:0 und 0:4 kampflos – Stand 11:4.

Norbert Pal (66kg GR) ging sichtlich angeschlagen in den Kampf gegen Brian Tewes. In der ersten Runde gab er mit dem Gong die Rolle ab. Im zweiten Durchgang lies sich Norbert beim Heberversuch kontern und auch in der dritten Runde kam er nicht zum Punktgewinn in der Bodenoberlage – 0:3 Rundenniederlage (0:2/0.2/0:1) – Stand 11:7.

Seine Aufgabe erfüllt hat Aushilfsfreistiler Christopher Krowiorz (84kg FR) gegen den überlegen eingeschätzten Oliver Diller. In der ersten Runde wäre sogar eine Rundensieg drin gewesen – per Spaltgriff konnte er seinen Gegner überraschen, allerdings nicht halten. Eine minimale Niederlage realisierte Christopher im zweiten Durchgang. In der dritten Runde durfte er nur nicht mehr auf Schultern gehen – 0:3 Rundenniederlage (2:4/0:1/0:6) – Stand 11:10.

Ebenfalls in seinem ersten Ligajahr sammelte Daniel Sartakov (66kg FR) sehr viel dazu. Besonders im taktischen Bereich gab es ganze Menge Input. Alles zusammen eine sehr formidable Saison von Daniel. Gegen Alexander Pippel galoppierte er noch einmal bemerkenswert auf und erarbeitete durch technisch gute Angriffe einen überlegenen Sieg – 4:0 Überlegenheit (4:0/7:0/7:0) – Stand 15:10.

Franz Hartwig (84kg GR) stellte sich in den Dienst der Mannschaft, obwohl er an einem Muskelfaserriss laborierte. Franz will mit Sicherheit die Saison ganz schnell vergessen, denn es lief aus unterschiedlichen Gründen gar nichts zusammen bei ihm. Dass der ehemalige Jugendmeister was aufm Kasten hat, bewies er gegen Nico Brunner in der dritten Runde, als Franz eine Rolle konterte, zum Rundensieg kam, damit die Höchstniederlage vermied und somit in der Summe nur zwei Mannschaftszähler abgab – 1:3 Rundenniederlage (0:6/0:2/2:2/0:1) – Stand 16:13.

„Florian, diese Schulterniederlage macht gar nichts“. Sie schmälert in keiner Weise seine wirklich großartige Saison. Gegen den Ungarn Daniel Hlavati ging Florian Görsch (74kg GR) in der ersten Runde auf die Schultern. Dies sollte ihn motivieren und aufzeigen, was technisch alles möglich ist – 0:4 Schulterniederlage (0:2) – Stand 16:17.

Tja und dann sind es halt die Momente für die es sich der ganze Rummel doch lohnt. Artem Grinko (74kg FR) musste gewinnen, um den sportlichen Sieg zu realisieren. Kann er das? Hat er die Nerven dazu? Mit 70,6kg in der Königsgewichtsklasse mit 15Jahren. Vertrauen und behutsame Arbeit hatte sich in diesem Moment wieder einmal mehr ausgezahlt: Gegen den 6Jahre älteren Björn Hoffmann glich Artem bei 2.00min zum 1:1 in der ersten Runde aus. Im zweiten Durchgang kam das 3:2 bei 1.56min und im letzten Durchgang kam die notwendige Zweiwertung bei 1.59min. So, damit hat Artem wohl alle Fragen richtig beantwortet – 3:0 Rundensieg (1:1/3:2/3:2) – Endstand 19:17.

Sportlich hat unser Füchseteam dem Aufstiegsanwärter zum zweiten Mal in dieser Saison die Grenzen aufgezeigt. Damit die Germanen sich als Zweitplatzierte und Aufsteiger in die 2.Bundesliga auf ordentlich feiern können, würde aus dem 19:17 ein 0:36, da ja bekanntlich drei Ausländer im Team Einer zu viel ist. Irgendwie muss man ja schon Schützenhilfe geben.