15.KT: SV Luftfahrt - Johannis Nürnberg 15:20
Trotz Niederlage: Klassenerhalt!
Erstmals in dieser Saison machen Verletzungsausfälle in einem wichtigen Kampf einen möglichen Mannschaftserfolg einen Strich durch die Rechnung. Das verletzungsbedingte Fehlen des klassischen Fliegengewichts Radek Bierzanowski und der ebenso verletzungsbedingte Ausfall von Rafal Statkiewicz machten das Unterfangen Heimsieg immens schwer. Trotz eines guten Kampfes reichte es am Ende nicht.
Sven Cammin (55kg GR) fuchst sich notgedrungen immer mehr in die fremde Stilart ein. Letzte Woche schon gut, diese Woche noch mal eine deutliche Steigerung. Sven stellte sich hervorragend auf den überlegen eingeschätzten Fabian Schmitt ein. In einem hitzig geführten Duell konnte Sven in der ersten Runde eine Dreierwertung nicht über die Zeit bringen, was ihm hingegen im zweiten Durchgang gelang. Diesmal konnte er eine Konterzwei sicher zum Rundengewinn verwalten. Die folgenden zwei Runden musste er jeweils mit 0:1 seinem Gegner überlassen – 1:3 Rundenniederlage (3:3/2:0/0:1/0:1) – Stand 1:3.
Das Uhrwerk Radek Baran (120kg FR) dreht sich unaufhaltsam immer weiter. Auch der Nürnberger
Fabian Appel konnte nichts ausrichten. Obwohl Radek sichtlich mit angezogener
Handbremse agierte, die technische Überlegenheit hatte er zu jedem Zeitpunkt
immer fest im Visier. Er bleibt weiter ungeschlagen im Luftfahrtdress – 4:0
Überlegenheit (2:1/7:1/4:0) – Stand 5:3.
Vorrangig sollte Robert Rogalewicz (60kg FR) die Höchstniederlage gegen den deutschen Spitzenringer Tim Schleicher verhindern. In diese Richtung brannte auch mit den ersten beiden Runden nicht an, zumal sich Robert zweimal auf eigene Angriffe kontern lies. Im dritten Durchgang konnte der Nürnberger auch von physischen Vorteilen zerren. Robert hatte sein Kampfziel erfüllt – 0:3 Rundenniederlage (0:1/0:2/0:7) – Stand 5:6.
Johannis Nürnberg brachte erwartungsgemäß den Schweden Frederik Schön auf die Matte. Marcin Olejniczak (96kg GR) war besonders von der Gefährlichkeit seines Gegners in der Bodenoberlage gewarnt, auch eine knallharte Kopfklammer gehört zum Technikfundus des Schweden. Per Rolle nach Aktivitätsvorteil entschied Marcin Runde Eins. Ganz hart an der Grenze war dann die gefürchtete Kopfklammer in Runde Zwei, die aber Marcin kämpferisch und demnach ziemlich spektakulär zum zweiten Rundensieg kontern konnte. Runde Drei und Vier gingen an den Schweden, der mit spektakulären Aushebern in der Bodenlage Marcin bezwang. Im entscheidenden Durchgang suchte Marcin erfolgreich im Standkampf die Wertung und gewann dieses heiße und enge Duell – 3:2 Rundensieg (2:0/1:0/0:6/0:3/1:0) – Stand 8:8.
Eine Runde sollte her. Bakar Achmerzaev (66kg GR) kann das, auch gegen starke Gegner wie Sven Dürmeier. Mit viel Aktivität im Standkampf und einer wirklich guten Rolle im Boden erkämpfte er sich die erste Runde. Gleiches Bild in Runde Zwei, nur das Bakar seine Rolle nicht durchbrachte. Ab der dritten Runde drehte der Franke stärker auf und verwies Bakar in den weiten Runden in die Schranken – 1:3 Rundenniederlage (2:0/0:1/0:2/0:1) – Pausenstand 9:11.
Tja, wenn es schon nicht läuft, dann kommt es halt noch knüppeldick. Gleich mit dem ersten Angriff musste sich Marcel Redmann (84kg FR) auf Schultern dem Nürnberger Christoph Pscherer beugen – 0:4 Schulterniederlage (0:4) – Stand 9:15.
Rafal Statkiewicz musste kurzfristig seinen Einsatz am Freitagabend absagen, da William Stier auf Turnier verweilte, konnte so kein Ersatz organisiert werden. Mario Besold (66kg FR) bekam kampflos die Zähler – 0:4 kampflos – Stand 9:19.
Die Messen in Sachen Mannschaftserfolg waren
gesungen, nur noch theoretisch war ein Gesamtsieg drin. Tom Linke (84kg GR) gewann die ersten beiden Runden gegen Matthias Baumeister,
zumal ihm in Runde Eins die einzige technische Wertung gelang. Ab Runde Drei
konnte Tom trotz aller Bemühungen in der Bodenoberlage nicht mehr punkten. Sein
Gegner kam so zum Minimalsieg – 0:1 Niederlage (1:0/1:0/0:1/0:1/0:1) – Stand
9:20.
Trotz des verlorenen Kampfes ließen sich unsere beiden Weltergewichtsringer nicht hängen. Gerade die Begegnung zwischen Martin Szabo (74kg GR) und Aleksandar Maksimovic hatte in der Hinrundenbegegnung für viel Zündstoff gesorgt, was mit der Disqualifikation des Serben in Nürnberger Diensten endete. Mit einer eindrucksvollen Vorstellung diktierte Martin gegen den amtierenden EM-Dritten das Geschehen auf der Matte. Dreimal Aktivitätsvorteil. Jeweils per Ausheber und Wurf entschied Martin die ersten beiden Runden für sich. Im dritten Kampfabschnitt entschied sich Martin für die Bodenunterlage und hielt mit toller Abwehrarbeit dem Rollenveruch des Serben stand. Martin unterstreicht mit diesem Sieg seine Ausnahmestellung im Team – 3:0 Rundensieg (1:0/1:0/1:0) – Stand 12:20.
Die Erkältung, die Adam Sobieraj (74kg FR) plagte, war ihm kaum auf der Matte anzusehen, dank auch seinem Formbarometer, was wieder nach oben zeigt. Abgeklärt und souverän suchte er gegen Marc Pöhlmann die Wertungen zum Sieg. Auch wenn die erste Runde im Zwiegriff entschieden wurde, Zweifel an seinem Sieg waren nicht vorhanden – 3:0 Rundensieg (1:0/3:0/2:1) – Endstand 15:20.
Trotz der Heimniederlage hat das Bundesligateam den Klassenerhalt faktisch geschafft. Ein Abrutschen auf den letzten Tabellenrang ist auch theoretisch nicht mehr möglich. Bei noch zwei ausstehenden Kämpfen will das Team jetzt den 6. Tabellenplatz sichern, dazu soll zum letzten Heimkampf am 10.12. gegen Untergriesbach noch mal alle Kräfte mobilisiert werden.
Kommendes Wochenende muss allerdings erst der Auswärtskampf in Hallbergmoos absolviert werden.







